Entdeckt: Versteckte Orte im Kloster Reute

Entdeckt: Versteckte Orte im Kloster Reute

Besucher des Klosters kennen die Mutterhauspforte. Hier werden Sie werden sie von den Franziskanerinnen freundlich empfangen. Etwas abseits der Besucherwege befindet sich die so genannte Steinpforte. Sie ist der Eingang zum Klausurbereich der Schwestern. Die Steinpforte entstand 1910 während der Bauzeit des Mutterhaus-Neubaus. Sie besteht aus einer schönen, gewölbten Vorhalle und dem eigentlichen Zugang mit einer massiven Eichenholztüre. Vorhalle und Türe sind mit schönen Jugendstilelementen ausgeschmückt. Über dem Bogen der Vorhalle befindet sich in einer Wandnische die Darstellung der seligen Guten Beth – in typischer Weise das Kreuz Christi betrachtend und mit einer Dornenkrone geschmückt. Beides, Kreuz und Dornenkrone, weisen auf die innige Hinwendung zum Leiden Christi hin, das die Gute Beth in der Stigmatisierung mit den Wundmalen Christi nachempfindet.

Elemente des Jugendstils finden sich im gesamten Mutterhaus. Der Gebäudeschmuck ist zurückhaltend, aber qualitätvoll ausgeführt. In enger Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden werden diese Kleinode aus der Erbauungszeit des Mutterhauses erhalten und gepflegt. Die Außenansicht des Klosters wird sich nach dem Umbau wieder ein Stück an die ursprüngliche historische Anmutung angenähert haben. Damit erfährt das eindrucksvolle Gebäudeensemble die architektonische und konservatorische Wertschätzung, die es auch 110 Jahre nach Fertigstellung noch verdient.

Menü schließen