Entdeckt: Versteckte Orte im Kloster Reute

Entdeckt: Versteckte Orte im Kloster Reute

Hierher kommen nicht viele Besucher: An der Ostseite des Klosterareals öffnet sich die hohe Klostermauer zum Innenhof und dem Klostergarten. Unübersehbar ist schon vom Tor aus der Portikus am Mutterhausgebäude. Hinter dem eindrucksvollen Portikus befindet sich nicht etwa der Eingang in das Kloster – auch wenn nicht wenige Besucher dies vermuten. Die Bauweise und die aufwändige Ausführung weisen jedoch darauf hin, dass dieser Ort eine wichtige Bedeutung hat. Der Portikus, dessen Architrave auf zwei toskanischen Säulen ruhen, dient als Vorraum der Aussegnungshalle für die Klostergemeinschaft. Von hier aus begleiten die Franziskanerinnen ihre verstorbenen Mitschwestern zur letzten Ruhestätte auf dem nahen Klosterfriedhof. Die Architektur des Portikus strahlt Feierlichkeit aus und bildet damit einen markanten Akzent an der ansonsten schlichten Nordseite des Mutterhauses.

Wenn das Mutterhaus ab 2023 saniert um umgebaut wird, entsteht im Ostteil des Mutterhauses das Klosternahe Wohnen. Der Portikus erhält dann eine neue Funktion, er bildet den Zugang für die zukünftigen Bewohner. Die Aussegnungshalle mit ihrem schönen Jugendstil-Gewölbe wird restauriert und empfängt dann Bewohner und Besucher, die von hier aus zum Treppenhaus und zum Aufzug gelangen. Auf dem stillgelegten Teil des Klosterfriedhofs wird 2022 eine neue Aussegnungshalle als Ersatz entstehen.

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