Franziskanisch bauen – Nachhaltigkeit im Blick

Franziskanisch bauen – Nachhaltigkeit im Blick

Anfassen, ertasten, fühlen – Die Projektgruppe der Franziskanerinnen von Reute konnte sich einen Überblick Über mögliche Materialien für die Innensanierung des Klosters verschaffen. Darunter waren Stein- und Holzbeläge für die Böden, Verputzproben und Stoffe. Unsere Klosterarchitekten haben sich lange mit dem Bauzustand des Klosters Reute beschäftigt. Dabei haben sie alle Räume und Flächen untersucht, Bodenbeläge und Wände erfasst und dokumentiert. So entstand eine bunte Landkarte des Ist-Zustands. Nun galt es zu bewerten, was nutzbar, erhaltenswert oder zu ersetzen ist. Im Mittelpunkt stand der Nachhaltigkeitsgedanke: erhalten, was brauchbar ist und neue Einbauten und Materialen nachhaltig auswählen und verwenden. Ein gutes Beispiel hierfür sind die unterschiedlichen Steinböden im Kloster. Viele davon sind historisch wertvoll und können aufgearbeitet werden. Neue Böden sollen mit Stein aus der näheren Umgebung ausgeführt werden, der verantwortungsvollen Abbau, gute Arbeitsbedingungen und kurze Transportwege ermöglicht. Holzböden sollen ebenfalls aus nachhaltiger Produktion bezogen werden. Wände sollen mit natürlichen Verputzen ausgeführt werden, die auch baubiologische Vorteile bringen. Nachhaltig ist dies auch deshalb, weil eine lange Haltbarkeit gewährleistet ist. Das schont Ressourcen und trägt zum Klimaschutz bei – so wie Nutzung von Regenwasser, das bereits heute in großen Behältern gesammelt und im Kloster verwendet wird.

Menü schließen