Gemeinschaftlich gut wohnen und leben – wie geht das?
Begegnung in Schwabing: Elisabeth Hollerbach (l), Gründerin der wagnis e.G., Generaloberin Sr. Maria Hanna Löhlein (m) und Rut Gollan, Vorständen der wagnis e.G. (r)

Gemeinschaftlich gut wohnen und leben – wie geht das?

Gemeinschaftlich, bezahlbar, nachhaltig, so soll das zukünftige Wohnen am Klosterberg sein. Aber wie geht das? Wir haben uns bei einem Besuch in München bei der wagnis e.G. umgesehen und viel über das innovative Wohn- und Entwicklungsmodell dieser Genossenschaft gelernt. Mitten in einem der teuersten Orte Deutschlands schaffen es die Projekte von wagnis immer wieder, Menschen für ein gemeinschaftsorientiertes Zusammenleben zu begeistern und Wohnraum zu schaffen, der für Münchner Verhältnisse bezahlbar ist. Das gelingt, indem sich die Bewohner*innen frühzeitig zusamentun und gemeinsam ihr Projekt entwickeln. In den Projekten gibt es gemeinschaftlich genutzte Räume, die allen Bewohnern zur Verfügung stehen und die es erlauben, diese Funktionen aus den Wohnungen herauszuhalten und Platz zu sparen. In diesen gemeinschaftlichen Räumen und auf den großzügigen Außenflächen kann Zusammenleben entstehen und gefördert werden. Dazu gesellen sich in unterschiedlichen Betriebsformen Gastranomie, Ateliers, Praxen, Werkstätten u.v.m., die nicht nur von den Bewohner*innen genutzt werden können.

Die Bewohner*innen haben eine hohe Bindung an ihr Quartier und die Mitgliedschaft in der Genossenschaft gibt Sicherheit. In jedem Projekt ist ein Mobilität-Hub angesiedelt, Bewohner*innen können auf Teilautos, Teilfahräder oder Lastenräder zurückgreifen. Viele der Bewohner*innen besitzen kein eigenes Auto (mehr). So kann wiederum Fläche für Parkplätze, Tiefgaragenstellplätze etc. gespart und Kosten reduziert werden.

Beeindruckend ist die Initiative und Innovationskraft der Bewohner*innen und des Teams der wagnis e.G. um Vorständen Rut Gollan, die die Gruppe aus dem Kloster Reute geduldig und mit viel Herzblut durch die Projekte führte. Würde so etwas in Reute funktionieren? Diese Frage haben wir aus München mitgenommen. Mitten in Schwabing, zum Abschluss des Besuchs, gab es dann noch ein Treffen mit Elisabeth Hollerbach, der beeindruckenden Gründerpersönlichkeit der Genossenschaft. Elisabeth Hollerbach fand starke Worte der Anerkennung für die Vorhaben der Franziskanerinnen und versprach, das Kloster Reute zu besuchen.

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