„Es beginnt alles mit dem Warum, mit der Sendung“, wissen Sr. Maria Hanna und Claus Mellinger zu berichten. Die Generaloberin und der Projektkoordinator waren in ihrem Element, als sie vom großen Transformationsprozess auf dem Klosterberg in Reute berichteten. Wie kann Transformation gelingen? Wie lassen sich Menschen für Veränderungen gewinnen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich auch Diözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren und sein Team im Projekt „Räume für eine Kirche der Zukunft“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sie sind dafür verantwortlich, dass „in den kommenden drei Jahren flächendeckend in der Diözese Standort-Entwicklungsprozesse durchgeführt werden, um die beheizten Flächen um 30 % zu reduzieren und den Gebäudebestand bis 2040 klimaneutral saniert und konsolidiert zu haben“ (www.raeume-kirche-zukunft.drs.de). Auf dem Klosterberg in Reute haben sie sich über den Transformationsprozess unserer Gemeinschaft informiert.

Dass es bei der Diskussion über Gebäude auch um viele Emotionen geht, um Erinnerungen, persönliche Erfahrungen und am Ende um das Loslassen, hat Sr. Maria Hanna mit ihrer Gemeinschaft selbst erlebt. Geholfen haben dabei ein gut durchdachter Entwicklungsprozess und viel Zeit. „Die Zeit haben wir uns genommen, um möglichst viele Menschen in der Gemeinschaft und außerhalb mitzunehmen und eine gemeinsame Vision für unsere Zukunft zu entwickeln“. Mit dieser Vision konnten die Schwestern dann überlegen, wofür und welche Gebäude benötigt werden. Wichtig sei dabei auch der Spaß, ergänzt Claus Mellinger. An einer gemeinsamen Vision zu arbeiten, zu experimentieren und auszuprobieren sei attraktiver als über das Abwickeln zu sprechen. Das sei im Kloster sehr gut gelungen. Dass in diesem Prozess viel Energie steckt, war zu spüren. „Wir wünschen Ihnen Inspiration und das Feuer, um in den Menschen, mit denen sie arbeiten ein Feuer zu entfachen“, gab Sr. Maria Hanna den Besucher*innen mit.