„Mit Kreativität und Kooperation Zukunftsweisendes leisten“ 

„Mit Kreativität und Kooperation Zukunftsweisendes leisten“ 

Ministerin Nicole Razavi informiert sich im Kloster Reute über das Projekt „Klosternahes Wohnen“

Bad Waldsee, 13.04.2022: Die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi MdL, hat das Kloster Reute besucht. Die Franziskanerinnen realisieren dort ein Gesamtprojekt, das landesweit Beachtung findet. Im Kloster entsteht neben Wohn- und Lebensraum für die Schwestern ein innovatives Konzept für nachhaltiges gemeinschaftliches Wohnen. An zwei weiteren Orten am Klosterberg sind Quartiere für generationengerechtes und bezahlbares Wohnen geplant. Das Projekt des klosternahen Wohnens im Mutterhaus wird vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen als herausragende Initiative im Rahmen der Patenschaft Innovativ Wohnen mit insgesamt 720 000 Euro finanziell unterstützt. 

Am Mittwoch machte sich Ministerin Razavi selbst ein Bild vom Projekt und den aktuellen Planungen. „In einer Zeit, in der bezahlbarer Wohnraum auch hier in Reute knapp ist, ist dieses Projekt wegweisend“, so die Ministerin. „Die Franziskanerinnen öffnen ihr Haus für die Menschen, die in Gemeinschaft leben möchten, integrieren dieses Projekt zugleich in die Entwicklung eines ganzen Quartiers und schaffen damit einen Wohn- und Lebensraum, der Menschen eine Heimat werden kann.“

Generaloberin Sr. Maria Hanna Löhlein hob die Bedeutung der Patenschaft Innovativ Wohnen für das Projekt hervor: „Die finanzielle Förderung des Landes ist eine wichtige Bestätigung unserer Ideen. Sie ermöglicht uns aber auch eine intensive Beteiligung der Bürger vor Ort und eine enge Anbindung des Projekts an die Ortschaft Reute-Gaisbeuren“. Davon zeugt der Bürgerdialog, den die Franziskanerinnen 2021 zusammen mit der Stadt Bad Waldsee und der Ortschaft Reute-Gaisbeuren gestartet haben und großen Zuspruch in der Bürgerschaft findet. Dies bestätigte auch MdL Raimund Haser, der das Vorhaben der Franziskanerinnen schon seit einiger Zeit engagiert begleitet.

Beim Rundgang der Besucher durch das Kloster und an die zukünftigen Quartiersflächen zeigte sich Ministerin Razavi beeindruckt vom Projekt und der Energie, mit der die Franziskanerinnen an ihr Projekt gehen. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt in der Förderung haben, denn es zeigt, wie mit Kreativität und Kooperation zukunftsweisendes geleistet werden kann.“In diese Kooperation wurden im Rahmen eines Bürgerdialogs auf breiter Basis auch die Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadt Bad Waldsee mit einbezogen. Dass es nach dem Bürgerdialog weiter vorangeht, zeigte Architekt Marcus Wörtz mit dem Zwischenstand der städtebaulichen Studie für das Areal der Schmidschen Höfe. Das große Interesse an diesem Quartier im Herzen von Reute unterstrich Oberbürgermeister Matthias Henne, der mit Ortsvorsteher Achim Strobel ebenfalls zum Besuch der Ministerin ins Kloster gekommen war. Am Ende hatte der Oberbürgermeister noch eine Überraschung parat. Er konnte die Baugenehmigung für die neue Aussegnungshalle auf dem Klosterfriedhof überreichen. Der Neubau ist notwendig, weil der bestehende Raum im Mutterhaus zum neuen Eingangsbereich für das klosternahe Wohnen umgebaut wird. „Jetzt kann es losgehen, das ist der Startschuss für den Umbau des Mutterhauses“, freute sich Sr. Maria Hanna, die die Baugenehmigung von Matthias Henne entgegennahm.

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